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- Dokumentarfilm "Kinder unter Deck" läuft in Oldenburg
Das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), das Cine-K und die Evangelische Akademie Oldenburg laden ein zu einer Veranstaltung am 11. März 2020 im Cine-K Oldenburg. Gezeigt wird der Dokumentarfilm "Kinder unter Deck" von Bettina Henkel in Anwesenheit der Regisseurin Bettina Henkel. „Kinder unter Deck" ist die Geschichte dreier Generationen einer Familie: Großmutter, Vater und Tochter – Ärztin, Psychoanalytiker und Filmemacherin: ein Roadmovie durch tiefliegende Verletzungen, entstanden durch die historischen Umwälzungen im Nordosten Europas, eine Spurensuche im Baltikum und in Polen, eine universelle Geschichte der Vererbung seelischer Narben, verursacht durch Krieg und verdrängtes Leid. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit Bettina Henkel statt (Leitung: Dr. Silke Pasewalck, BKGE). Ort: Cine-K, Bahnhofstraße 11, 26122 Oldenburg Zeit: 11. März 2020, 19.30 Uhr Mehr Informationen findet ihr unter: https://www.bkge.de/Veranstaltungen/Kalender/3795-dokumentarfilm-und-gespraech-kinder-unter-deck.html
- Conferences in a fishbowl und neue Seminare
Was macht man in einem Jahr mit 366 Tagen? Noch mehr Projekte als in anderen Jahren! Ein ganzes Wochenende haben wir uns zusammengesetzt und mit rauchenden Köpfen an unserem Programm für 2020 gefeilt: Fast kein Monat ohne Veranstaltung: 01.-03. Mai: Konferenz in Tallinn 21.-24. Mai: Wirtschaftskurs in Darmstadt 02.-05. Juli: Schwerpunktsemimar in Riga 09.-16. August: Paul-Schiemann-Seminar in Odzienna 24.-27. September: Jugend- und Studentenkongress in Lauenburg 29. Oktober - 01. November: Schwerpunktseminar Tartu 16.-18. Oktober: Konferenz in Vilnius Stay tuned!
- Social Media Wall des DBJW dauerhaft online
Ein toller Beitrag zum großen Erfolg unserer Konferenz in Riga war die vielfältige Coverage in den Sozialen Medien, die sowohl im Internet als auch im Veranstaltungssaal zu sehen war: https://walls.io/hauq5. Die Seite bleibt auch für die kommenden Konferenzen und Seminare weiterhin online geschaltet, damit Ihr noch besser auf einen Blick sehen könnt, was es bei uns gerade an Neuigkeiten gibt.
- Podium für drei Nachwuchswissenschaftler/innen
Die Carl-Schirren-Gesellschaft bietet drei Nachwuchswissenschaftler/innen am 02. November die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte vor einem Fachpublikum zu präsentieren. Plant ihr gerade eure Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit zu einem Thema mit einem Bezug zum Baltikum? Dann nutzt die Gelegenheit und diskutiert/präsentiert das Vorhaben vor einem interessierten und fachkundigen Publikum! Der thematische Schwerpunkt der Tagung "Umsiedlung 1939" erstreckt sich nicht auf den Bereich der Nachwuchswissenschafter/innen. Egal ob von der Archäologie bis zur Zeit nach der Finanzkrise oder ob Sozial-, Geistes- oder Naturwissenschaftler/in: bewerbt Euch mit Eurem Thema! Schreibt dazu oder für weitere Informationen an: Eike.Eckert@fu-berlin.de und erfahrt das weitere Programm hier.
- Minister Björn Thümler begrüßt Teilnehmer/innen des Intensivkurses
Der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, betonte in seinem Grußwort an die Teilnehmer/innen des Intensivkurses „Alles nur Vorurteile?“ die Wichtigkeit einer offenen und freien Gesellschaft. „Wo uns positive Selbst- und Fremdbilder dabei [beim Dialog] helfen, seien sie willkommen. Negative Stereotype jedoch, die uns das Interesse am anderen nehmen, lassen Sie als überflüssiges Gepäck zurück.“ Damit trifft der Schirmherr des diesjährigen Intensivkurses einen der zentralen Punkte und wir frühen sehr über die motivierenden und starken Worte. Das ganze Grußwort ist hier zu lesen.
- Wo liegt denn bitte „Odziena“? Und was ist „Hirschenhof“?
Seit dem 11. August 2019 findet das erste Paul-Schiemann-Seminar des DBJW in Odziena statt. Aber wo liegt dieses Odziena überhaupt? Zum ersten Mal erwähnt wurde „Odensee“ (lett. „Odziena“) 1449, als Bertram von Tiesenhausen das Gut von seinem Vater erbte. Bis 1625 sollte es im Besitz der Familie von Tiesenhausen bleiben, bis es der schwedische König Gustav II. Adolf es seinem Oberst Johann Reinhold Streif von Lauenstein schenkte. Ihm folgten verschiedene unbekannte Besitzer, bis Feldmarschall Pjotr Schuwalow 1744 das Gut von der russischen Kaiserin Elisabeth I. erhielt. Dieser verkaufte es aber noch im selben Jahr an Major Engelbrecht von Brümmer, in dessen Familie es bis zur Agrarreform 1920 blieb. Der Gutsbezirk umfasste neben dem Herrenhaus 21 weitere Gebäude darunter drei Krüge (Wirtshäuser) und zwei Mühlen. In der Nacht vom 27. auf den 28. November 1905 wurde das Schloss Odensee – in den 1860er Jahren als eines der interessantesten neogotischen Gebäude im heutigen Lettland errichtet – von Revolutionären niedergebrannt und blieb als Ruine stehen Seit einigen Jahren werden die Gebäude von Odziena renoviert und modernisiert. 2012 wurde das Gästehaus „Krogusmāja“ im alten Wirtshaus fertiggestellt, wo die Teilnehmer des Paul-Schiemann-Seminars wohnen und tagen. In der ehemaligen Molkerei wurden zwei Jahre später eine kleine Brauerei ("Pilsbrūzis") und weitere Gästezimmer eingerichtet. Seit 2015 sind Teile der Schlossruine neu überdacht und schöne Säle eingerichtet, die besonders für Hochzeitsfeiern beliebt sind. In den nächsten Jahren soll das ganze Schloss in historischen Glanz erstrahlen. Direkt nördlich an den alten Gutsbezirk von Odensee/Odziena grenzt „Hirschenhof“ (lett. „Irši“), ein Name, mit dem ein ganz besonderes Kapitel deutschbaltischer Geschichte verbunden ist. Nachdem die Zarin Katharina II. 1762 an die Macht gekommen war, ließ sie in Deutschland Menschen dafür anwerben, um nach Russland auszuwandern. Fast alle dieser Menschen bekamen Land an der Wolga zugewiesen (die späteren „Wolgadeutschen“). Aber dreihundert Personen wurden nach Livland geschickt. Nach „Hirschenhof“, das zu der Zeit Teil der kaiserlichen Domäne war. Dieses Gutsland wurde in Bauernhöfe auf- und an die Kolonisten verteilt, denen Selbstverwaltung und andere Privilegien versprochen wurden. Die Hirschenhöfer gründeten Familien und wurden bald für ihren Kinderreichtum berühmt. Da aber die Zahl der Bauernhöfe begrenzt war, wanderten viele ihrer Söhne in die Städte ab und wurden Handwerker. Sie blieben aber „Hirschenhöfer“, eine Gemeinschaft, durch ihre gemeinsamen bäuerlichen Wurzeln in Ostlivland verbunden und von den anderen Deutschbalten oft argwöhnisch betrachtet. Einer dieser „Hirschenhöfer“, Dr. Robert Erhardt (1874-1940) wurde Ältester der Großen Gilde in Riga und sogar Finanzminister im zweiten und dritten Kabinett der freien Republik Lettland. Sein Neffe Heinz Erhardt (1909-79) wurde nach dem Zweiten Weltkrieg einer der berühmtesten Komiker und Filmemacher Westdeutschlands. Auch heute sitzt wieder ein „Hirschenhöfer“ im lettischen Kabinett: Denn auch Dr. Artis Pabriks, Verteidigungsminister und stellvertretender Ministerpräsident, stammt von Hirschenhöfern ab. Und hat die Schirmherrschaft über das Paul-Schiemann-Seminar 2019 übernommen.
- DBJW beim estnischen Liederfest
Liina aus unserem Landesbüro Estland auf dem Sängerfest in Tallinn ließ es sich nicht nehmen, am 17. Sängerfest (estn. Üldlaulupidu) teilzunehmen. Im Zeichen der Musik steht auch unser Schwerpunktseminar in Tartu, zu dem ihr hier mehr erfahrt.
- Zukunftsfragen diskutieren
Zukunftsfragen aus europäischer Sicht zu diskutieren ist das Ziel unserer 2020er Konferenzen. Hier ist ein Statement von Maximilian, einem der aktiven Mitglieder unseres Teams: https://youtu.be/MQxdbZolvTw. Er tritt insbesondere dafür ein, diese wichtigen Diskussionen nach außen zu tragen. Wenn Ihr mitdiskutieren möchtet, freuen wir uns auf Eure Teilnahme vom 1. bis 3.5.2020 in Tallinn.
- Fernsehen, Friedhöfe und mobile Menschen
Preisträger des Dietrich-A. Loeberpreises 2019 präsentierten ihre Forschungsergebnisse Der große Saal des Baltenhauses in Darmstadt war gut gefüllt, als Christian von Boetticher die erste Dietrich-A. Loeber-Nachwuchstagung am 17. Mai eröffnete. Der Vorsitzende der Deutsch-Baltischen Gesellschaft erinnerte zunächst an den Namensgeber. Der 2004 verstorbene deutschbaltische Völkerrechtsprofessor Dietrich A. Loeber hatte immer an die Unrechtmäßigkeit der Okkupation des Baltikums durch die Sowjetunion erinnert und die Unabhängigkeitsbewegung der 1980er engagiert unterstützt. Wie seine Frau auf dem Bundestreffen am Sonnabend betonte, hätte es ihn sehr gefreut, dass der – von Deutsch-Baltischer Gesellschaft und Deutsch-Baltischem Jugendwerk gemeinsam mit der Carl-Schirren-Gesellschaft verliehene – Preis für Nachwuchswissenschaftler, die sich mit einem politischen, wirtschaftlichen, kulturellen Aspekt des Baltikums in Geschichte und Gegenwart befassen, nach ihm benannt ist. Umso mehr über die Beiträge, die mit diesem Preis ausgezeichnet wurden. Die internationale Fachjury hat insgesamt fünf Preise vergeben. Den ersten Platz belegte Bastian Brombach (Potsdam), der als Festredner auf dem Bundestreffen seine Arbeit über die soziale Herkunft und der Mobilität livländischer Studenten zwischen 1500 und 1560 vorstellte. Er zeigte nicht nur, dass Rostock und Wittenberg – möglicherweise als Folge der Reformation – die bevorzugten Studienorte für Livländer waren, sondern erinnerte die Kommilitonen von heute daran, dass sie mit ihrem Erasmus-Semerster sich in einer über 500jährigen Tradition des Auslandsstudiums befinden. Äußerst mobil war auch der Sänger und Komponist Johann Valentin Meder, der im Fokus der zweiten Preisträgerin Frederieke Maria Schnack (Kiel) stand: Aus Thüringen stammend studierte dieser in Leipzig, bevor er über Hamburg, Kopenhagen und Reval nach Riga zog, wo er bis zu seinem Tod 1719 als Domorganist wirkte. Den dritten Platz belegte Marcel Knorn aus Greifswald. Er analysierte das Programm des estnischen Fernsehsenders ETV+, der den russischsprachigen Bewohnern Estlands eine Alternative zu den Sendern aus Russland selbst bieten soll. Den vierten Platz teilen sich Lena-Marie Franke (Passau) und Laura Viktoria Potzuweit (Kiel). Franke spürte in einem Vergleich in Werken von Werner Bergengruen, Siegfried von Vegesack und Gertrud von den Brincken die symbolische Aufladung von „Grab“ und „Friedhof“ in der deutschbaltischen Literatur des 20. Jahrhunderts nach. Potzuweit hingegen hatte in ihrer Arbeit – metaphorisch auf Pierre Nora’s Schultern stehend – die estnischen lieu de mémoire „Schlacht von Wenden“ und die Verehrung Johan Laidoners, des estnischen Oberbefehlshabers während der Befreiungskriege, kritisch hinterfragt. Die Beiträge der ersten drei Preisträger werden im nächsten Deutsch-Baltischen Jahrbuch erscheinen, die Beiträge der Viertplatzierten in den digitalen Publikationen der Carl-Schirren-Gesellschaft. Die Ausrichter danken der Sparkasse Darmstadt und der Entega Stiftung für die Finanzierung der Preisgelder. Fotos: Michael Anger
- Bundespräsident begrüßt die Arbeit des DBJW
Frank-Walter Steinmeier liegen die Beziehungen Deutschlands zu den baltischen Staaten und insbesondere zu den jungen Menschen dort ganz besonders am Herzen: „Austausch und Verständigung auf zivilgesellschaftlicher Ebene fördern nicht nur das Verständnis füreinander, sondern auch ein gemeinsames europäisches Bewusstsein und Zusammengehörigkeitsgefühl. Das ist gerade in diesen Zeiten, in denen viele das europäische Friedensprojekt grundsätzlich hinterfragen, umso bedeutsamer“ heißt es in einem Schreiben des Bundespräsidialamts an den Beirat des DBJW. Der Bundespräsident begrüße daher, dass sich das Deutsch-Baltische Kulturwerk und die Deutschbaltische Studienstiftung dafür einsetzen, die Beziehungen zu den baltischen Staaten zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Diesem Ziel dient neben unseren Seminaren auch unsere Deutsch-Baltische Konferenz vom 2.-4. Juli 2019 in Riga.
- Die deutschbaltische Museumsabteilung in Lüneburg - Ein Statement
Im August 2018 wurde - im Beisein aller drei baltischen Botschafter sowie der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie des niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur - die deutschbaltische Museumsabteilung eröffnet. Im April 2019 haben die Vorsitzenden der Deutschbaltischen Kulturstiftung, der Deutsch-Baltischen Gesellschaft und des Verbandes der baltischen Ritterschaften gemeinsam folgendes Statement veröffentlicht:
- Lettlands Präsident im Brömsehaus
Als Ort des Brückenbaus und der Verständigung in Europa hat Lettlands Präsident Raimonds Vejonis heute das Brömsehaus in Lüneburg erlebt. Während seines Staatsbesuchs in Deutschland hat sich Vejonis einen Tag Zeit genommen, um in der niedersächsischen Stadt das Kultur- und Begegnungszentrum der Deutschbalten und das Ostpreußische Landesmuseum mit seiner Deutschbaltischen Abteilung zu besuchen. Nach dem Eintrag ins Goldene Buch Lüneburgs im Rathaus wurden die Gäste mit Präsident Vejonis, seinem Außenminister Edgars Rinkevics und Botschafterin Inga Skujina an der Spitze im Kulturzentrum Brömsehaus von Thomas von Lüpke, Vorsitzender der Carl-Schirren-Gesellschaft und der Deutschbaltischen Kulturstiftung begrüßt. Er bedankte sich für den Besuch, der als ein Stück europäischer Wertegemeinschaft zu verstehen sei. Die Aktivitäten des Deutschbaltischen Jugendwerks sind Teil des Brückenbaus im Brömsehaus zwischen dem Baltikum und Deutschland. Thomas von Lüpke wies auf die wertvollen Kunstgegenstände und die 250 Regalmeter Archiv des Hauses hin und erklärte: „Wir sammeln und bewahren hier im Brömsehaus Zeugnisse unserer gemeinsamen Geschichte als Basis für unseren Beitrag zur Zukunft Europas.“ Jugendwerk und Kantforum Die Bedeutung der internationalen Arbeit hob Viktorija Stadnika, stellvertretende Projektleiterin für die Deutsch-Baltische Konferenz in Riga 2019, für das Jugendwerk hervor. Angesichts der Spannungen in Europa sei es wichtig, den Austausch zwischen den Entscheidern von morgen zu fördern. Dies sei hier möglich, denn das Jugendwerk lege Wert darauf, nicht nur Deutschen, Esten, Letten und Litauern einen Ort des Austausches zu ermöglichen, sondern auch für Teilnehmer aus Russland die Gelegenheit zur Teilhabe zu ermöglichen. Auch solle das im Landesmuseum geplante Kantforum eine Plattform für grenzüberschreitende Begegnungen Studierender werden. Der Leiter des Jugendreferats der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, Maximilian Wende, gab den Gästen einen kurzen Überblick, was das Jugendwerk für Lettland leistet. Wir junge Europäer wollen Brücken bauen. MdB Elisabeth Motschmann, Mitglied im Bundesvorstand der Deutsch-Baltischen Gesellschaft, bat um Unterstützung Lettlands beim Bemühen, dem Deutsch-Baltischen Jugendwerk ein dauerhaftes Fundament zu bieten. Anschließend besuchen die lettischen Gäste das Ostpreußische Landesmuseum und seine Deutschbaltische Abteilung. Eine Podiumsdiskussion dort steht unter dem Thema „80 Jahre nach der Umsiedlung. Die Deutschbalten in Lettland – damals und heute.“ https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Frank-Walter-Steinmeier/Reden/2019/02/190221-Staatsbankett-Lettland.html











