top of page

Ausstellung „Spuren“ im litauischen Seimas feierlich eröffnet

  • vor 14 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit

Am 4. Februar 2026 wurde im Seimas der Republik Litauen (LR Seimas) die Fotoausstellung „Spuren“ eröffnet und die Autorinnen und Autoren der besten Arbeiten ausgezeichnet.


Seit mehreren Jahren sind die Teilnehmenden des Wettbewerbs eingeladen, das zu entdecken, was im Alltag oft unbemerkt bleibt: vielfältige deutsche Sprachspuren in unserer Umgebung – Straßennamen, Wetterfahnen, Geschäftsschilder, Markennamen oder kulturelle Ausdrucksformen.


Eine Idee mit Geschichte

Die Idee zur Ausstellung entstand bereits im Jahr 2021, als der damalige Lektor des Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) an der Universität Vilnius, Dr. Alexander Mionskowski, seinen Studierenden die Aufgabe stellte, im Stadtzentrum von Vilnius nach deutschen Symbolen zu suchen.


Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wird das Projekt heute vom litauischen Büro der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung weitergeführt.


60 Fotografien aus ganz Litauen

In diesem Jahr hielten die wachsamen Augen junger Fotografinnen und Fotografen insgesamt 60 Bilder fest, die von 40 Liebhaberinnen und Liebhabern der deutschen Sprache und Kultur aus verschiedenen Regionen Litauens eingesandt wurden – aus Vilnius, Kaunas, Klaipėda, Šilutė, Šilalė und dem Bezirk Trakai. 


Die fotografierten Zeichen zeigen eindrucksvoll, wie präsent deutsche Sprach- und Kulturspuren bis heute im litauischen Alltag sind.




Grußwort der Schirmherrin

Die Schirmherrin des Projekts, die Kulturministerin der Republik Litauen, Vaida Aleknavičienė, betonte in ihrem Grußwort die besondere Bedeutung von Sprache:

„Sprache ist nicht nur ein Mittel der Kommunikation. Sie ist Spiegel von Geschichte, Kultur, wirtschaftlichen Beziehungen und menschlicher Zusammenarbeit. Manchmal erscheint sie leise und beinahe unscheinbar – und doch bezeugt sie kontinuierlich den langjährigen Dialog zwischen Litauen und Deutschland.“


Die Ministerin hob hervor, wie viele deutsche Sprachzeichen sich in unserem Alltag finden lassen – in Straßennamen, Geschäftsschildern, Markennamen oder kulturellen Details. Die eingesandten Fotografien seien ein lebendiger Beweis dafür, dass das Erlernen von Sprachen weit mehr als ein akademischer Prozess sei: Es öffne Türen zur Welt, zu Partnerschaften und zu einem vertieften kulturellen Verständnis.


Besonderen Dank richtete sie an die Initiatoren der Ausstellung. Solche Initiativen zeigten den großen Wert kontinuierlicher internationaler Zusammenarbeit und vertrauensvoller kultureller Beziehungen.


Zugleich sei die Ausstellung „Spuren“ ein schönes und bedeutungsvolles Zeichen im Vorfeld des Litauischen Kulturjahres in Deutschland 2027. Sie lade dazu ein, sich nicht nur international zu präsentieren, sondern auch die eigene Geschichte, Umgebung und mehrsprachige Identität bewusster wahrzunehmen.



Tiefe historische Verbindungen

Für den Dekan der Philologischen Fakultät, Prof. Dr. Mindaugas Kvietkauskas, sind die von den Schülerinnen und Schülern festgehaltenen Zeichen Ausdruck der tiefen historischen Verbindungen zwischen Litauen und Deutschland:


„Die Zeichen, die die Schülerinnen und Schüler auf ihren Fotos festgehalten haben, wirken manchmal fragmentarisch, wie Scherben aus einem früheren Leben. Doch sie sind nicht zufällig – sie zeugen von sehr langen historischen Beziehungen.“


Die Philologische Fakultät der Universität Vilnius wird auch weiterhin aktiv mit Deutschland zusammenarbeiten, die Förderung und Popularisierung der deutschen Sprache vorantreiben und die Kooperation mit deutschen Hochschulen ausbauen.


Organisation und Partner

Der Wettbewerb wird organisiert vom litauischen Büro der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung.


Wir danken herzlich unseren Partnern:

Ein herzlicher Dank gilt allen Teilnehmenden!

Wir ermutigen auch künftig dazu, deutsche Sprachspuren in Litauen bewusst wahrzunehmen und neu zu entdecken. 


Ausstellung ausleihen

Wenn Sie die Ausstellung „Spuren“ an Ihrer Schule oder in Ihrer Organisation veranstalten möchten, kontaktieren Sie uns gerne. Wir stellen Ihnen die ausgedruckten Fotos zur Verfügung.


Die Ausstellungen „Spuren 2023“, „Spuren 2024“ und „Spuren 2025“ bestehen jeweils aus 20 Fotos im Format A2, gedruckt auf Kunststoffplatten.






 
 
bottom of page