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Sprachpraxis und internationale Begegnungen in Peipsiääre

  • vor 15 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Die Germanistikabteilung der Universität Tartu ist ein wichtiger Partner von DBJW Estland. Besonders erfreulich ist dabei, wie eng sich die Zusammenarbeit entwickelt hat und wie stark gerade Schülerinnen und Schüler aus ländlichen Regionen Estlands davon profitieren. Internationale Begegnungen, praktische Sprachsituationen und gemeinsame Aktivitäten schaffen Möglichkeiten, die deutsche Sprache lebendig und authentisch erlebbar zu machen.


Im Rahmen von GERDA – einem von der Universität Tartu koordinierten Netzwerk für Deutsch als Fremdsprache – entstehen regelmäßig neue Kontakte zwischen Schulen, Lehrkräften, Studierenden und internationalen Gästen. Dabei werden auch Erasmus-Studierende eingebunden, die während ihres Aufenthalts in Tartu Interesse daran haben, Deutschunterricht an estnischen Schulen kennenzulernen und aktiv mitzugestalten.


So besuchten diesmal zwei Medizinstudenten, Malte und Simon, aus Hannover gemeinsam mit der DBJW Brand Ambassador Mari Johanna Ruut die Gemeinde Peipsiääre und nahmen am Deutschunterricht in den Grundschulen von Pala und Vara teil.


Im Laufe des Tages verbrachten sie Zeit mit Schülerinnen und Schülern der 6. bis 8. Klassen. Im Mittelpunkt standen verschiedene Wortschatz- und Sprachspiele zum Thema Essen und Trinken, bei denen die Jugendlichen aktiv Deutsch anwenden konnten. Da das Wetter herrlich war, wurden mehrere Unterrichtsphasen spontan nach draußen verlegt. Zwischendurch spielte man gemeinsam Basketball mit den Schülerinnen und Schülern, was schnell für eine lockere und offene Atmosphäre sorgte.


Gerade diese Form der direkten Sprachbegegnung erwies sich für viele Lernende als besonders wertvoll. Auch Anfängerinnen und Anfänger konnten erleben, dass sie trotz eines noch begrenzten Wortschatzes bereits erstaunlich viel verstehen und einfache Gespräche führen können. Da Deutsch in der Gemeinde Peipsiääre erst seit dem dritten Schuljahr unterrichtet wird, sind die sprachlichen Fortschritte sowie die Offenheit der Schülerinnen und Schüler besonders bemerkenswert. Auch Malte und Simon waren positiv überrascht, wie aktiv die Jugendlichen mitgemacht haben und wie gut Gespräche auf Deutsch funktioniert haben.


Solche Begegnungen tragen dazu bei, Hemmungen vor dem Sprechen abzubauen und Sprache als etwas Lebendiges wahrzunehmen. Gerade für Jugendliche in ländlichen Regionen wird dadurch sichtbar, dass Deutsch nicht nur ein Unterrichtsfach ist, sondern eine Möglichkeit, internationale Kontakte zu knüpfen und neue Erfahrungen zu sammeln.


Nach den Schulbesuchen hatten die Gäste außerdem die Gelegenheit, das Alatskivi Schloss zu besuchen. Die Leiterin des Schlosses, Laura Lillepalu-Scott, nahm sich dabei freundlicherweise Zeit, den Jugendlichen einen Einblick in die Geschichte und Atmosphäre des Schlosses zu geben



Das Schloss Alatskivi ist zugleich ein wichtiger und verlässlicher Partner von DBJW in der Region. Laura Lillepalu-Scott unterstützt den Deutschunterricht sowie internationale Jugendbegegnungen in der Gemeinde mit großem Engagement und stellt das Schloss regelmäßig für Schul- und Jugendveranstaltungen zur Verfügung. Dadurch entstehen immer wieder Möglichkeiten, die deutsche Sprache auch außerhalb des Klassenzimmers lebendig erlebbar zu machen und junge Menschen miteinander zu vernetzen.


Gerade die deutsch-baltische Geschichte, die Estland und den deutschsprachigen Raum historisch verbindet, verleiht dieser Zusammenarbeit eine besondere Bedeutung. Der Besuch im Schloss bildete somit einen stimmungsvollen und passenden Abschluss eines erlebnisreichen Tages in Peipsiääre.


 
 
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