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- Sommercamp „Deutsch in Litauen“ – Eine Woche voller Begegnungen und Kultur
Vom 14. bis 18. Juli 2025 beteiligte sich das litauische Landesbüro der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung (DBJW) aktiv am ersten Sommercamp „Deutsch in Litauen“ für Jugendliche. Die Initiative ging von der Universität Vilnius und dem Jugendclub „Šatrija“ aus. Insgesamt nahmen 22 deutschinteressierte Jugendliche an einem abwechslungsreichen und inhaltlich anspruchsvollen Programm teil. Ziel des Camps war es, junge Menschen für Deutschland, die deutsche Sprache und Kultur sowie für die vielfältigen deutsch-litauischen Beziehungen – insbesondere in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit, Verteidigung und Innovation – zu begeistern. Jeden Vormittag besuchten die Teilnehmenden kurze Seminare an der Universität Vilnius, am Nachmittag folgte jeweils ein thematischer Ausflug. Den Auftakt bildete eine Begrüßung im Jugendclub „Šatrija“ sowie ein Empfang durch den Rektor der Universität Vilnius, Prof. Rimvydas Petrauskas, an der Universität Vilnius. In seiner Ansprache hob er die Bedeutung der deutschen Sprache und Kultur für Litauen hervor und ging auf historische Verbindungen zwischen beiden Ländern ein. Anschließend erhielten die Jugendlichen eine Führung durch die traditionsreichen Räumlichkeiten der ältesten Universität Litauens. Am Nachmittag stand ein Besuch im litauischen Außenministerium auf dem Programm, wo die Teilnehmenden den ehemaligen Botschafter in Deutschland, Ramūnas Misiulis, trafen. In einer lebhaften Diskussion erfuhren sie mehr über aktuelle bilaterale Beziehungen und das geplante litauische Kulturjahr in Deutschland. Der zweite Tag begann mit Seminaren von Dr. Justina Daunorienė und Dr. Daumantas Katinas zu den historischen und gegenwärtigen deutsch-litauischen Beziehungen sowie zu deutschen Spuren in Vilnius und im litauischen Alltag. Am Nachmittag besuchten die Jugendlichen die Deutsch-Baltische Handelskammer. Dort erhielten sie durch eine anschauliche Präsentation von Frau Neringa Sedelskė Einblicke in die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder. Zur Wochenmitte standen kreative Themen im Mittelpunkt: Dr. Skaistė Volungevičienė führte in die Untertitelung von Videos ein, während Violeta Birbilaitė mit den Jugendlichen literarische „Monsterwelten“ erkundete. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das MO-Museum, wo sie gemeinsam mit Anna-Maria Strauß, der Leiterin des Goethe-Instituts Litauen, eine interaktive Ausstellung über Videospiele erlebten. Neben intensiven Gesprächen über die Arbeit des Instituts konnten die Jugendlichen auch selbst Spiele zu Themen wie Menschenrechte, Demokratie, Soziales und Sicherheit ausprobieren. Der vierte Tag begann mit einem Workshop von Dr. Virginija Masiulionytė zu „Künstlicher Intelligenz und Kreativität“. Danach folgte ein Seminar von Dr. Virginija-Jūratė Pukevičiūtė und Dr. Dalius Jarmalavičius über das Deutschlernen mit Musik. Beim Mittagessen wartete eine besondere Überraschung: Mehrere Bundeswehrangehörige nahmen sich Zeit für einen persönlichen Austausch mit den Jugendlichen und berichteten über ihre Arbeit und Erfahrungen in Litauen. Später besuchte die Gruppe die Friedrich-Naumann-Stiftung, wo sie sich mit dem Leiter für das Baltikum, Julius Freytag von Loringhoven, und Projektkoordinatorin Laura Tatarėlytė trafen und eine Drohnen-Ausstellung besichtigten. Am letzten Tag präsentierten die Jugendlichen ihre Untertitel-Videos und besuchten das deutsch-litauische IT-Unternehmen LITIT. Dort erfuhren sie mehr über die Bedeutung der deutschen Sprache in der IT-Branche und über die Chancen interkultureller Zusammenarbeit. Den feierlichen Abschluss bildete ein Abend im Jugendclub „Šatrija“ mit deutschen Spezialitäten, Liedern, der Übergabe der Teilnahmezertifikate sowie vielen persönlichen Gesprächen und neuen Kontakten. Das litauische DBJW-Landesbüro freut sich, Teil dieses gelungenen Projekts gewesen zu sein und wird die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Jugendclub „Šatrija“ fortsetzen sowie weitere Initiativen für Jugendliche entwickeln.
- "Der Hitler-Stalin-Pakt wirkt bis heute nach: So will Russland die Geschichte umschreiben"
Repost des Gastbeitrages von Alda Vanaga, Botschafterin der Republik Lettland, im deutschen Tagesspiegel Hitler-Deutschland und Stalins Sowjetunion teilten vor 86 Jahren Osteuropa in Einflusszonen auf. Auch Lettland verlor seine Unabhängigkeit. Heute greift Moskau wieder die Friedensordnung an. In Gesprächen mit deutschem Publikum überrascht mich immer wieder, wie wenig Aufmerksamkeit hierzulande dem 23. August 1939 gewidmet wird. An diesem Tag unterzeichneten das nationalsozialistische Deutschland und die stalinistische Sowjetunion den sogenannten Hitler-Stalin-Pakt – einen Nichtangriffsvertrag, dessen geheimes Zusatzprotokoll die Aufteilung Osteuropas in Einflusszonen festschrieb. Diese Vereinbarung ebnete nicht nur den Weg für Hitlers Angriff auf Polen eine Woche später, sondern prägte das Schicksal Ost- und Mitteleuropas für die kommenden 50 Jahre – mit Folgen, die bis heute nachwirken. Doppelte Besatzung Die Republik Lettland wurde am 18. November 1918 gegründet. In den 1920er und 1930er Jahren entwickelte sich das Land zu einemstabilen, wirtschaftlich erfolgreichen Staat mit starkem Agrarsektor und bemerkenswert hohem Bildungsniveau. Diese positive Entwicklung endete abrupt mit dem Einmarschsowjetischer Truppen 1940. Ein Jahr später erlebte Lettland die Besatzung durch die Wehrmacht, ab 1944 setzte erneut die sowjetische Herrschaft ein. Damit endete der Zweite Weltkrieg in Lettland eigentlich erst 1990mit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit. Nach dem Krieg betrieb die Sowjetunion eine gezielte Politik der Russifizierung. Sie brachte massive gesellschaftliche und demografische Umwälzungen. In zwei großen Deportationswellen – 1941 und 1949 – wurden mehr als 60.000 lettische Bürgerinnen und Bürger, darunter auch Juden, Deutsche und andere Minderheiten, in sowjetische Arbeitslager verschleppt. Lettlands Russifizierung Die lettische Sprache wurde aus Verwaltung und öffentlichem Leben verdrängt, Führungspositionen überwiegend mit russischsprachigen Funktionären besetzt. Lettische Schulen wurden geschlossen oder ideologisch umgestaltet, der Unterricht zunehmend auf Russischgeführt – mit dem Ziel, die nationale Identität der Letten systematisch zu schwächen. Im Jahr 1935 lebten in Lettland rund 1,95 Millionen Menschen, etwa drei Viertel davon ethnische Letten. Nach der Unabhängigkeit 1990 war die Bevölkerung auf über 2,6 Millionen angewachsen, doch der Anteil ethnischer Letten war auf etwa 50 Prozent gesunken. 60.000 Letten wurden zwischen 1941 und 1949 in sowjetische Arbeitslager verschleppt. Rund 600.000 Bürger aus der Sowjetunion – vor allem Russen – kamen während der Besatzungszeit und blieben nach der Wiederherstellung der Unabhängigkeit dauerhaft im Land. Russlands Propaganda Heute nutzt Russland diese sowjetische Vergangenheit gezielt für seine Propaganda. Über staatlich kontrollierte Medien und digitale Kanäle verbreitet es das Narrativ, die russischsprachige Minderheit in Lettland werde unterdrückt. Diese Darstellung richtet sich nicht nur an das baltische Publikum, sondern gezielt auch an westliche Gesellschaften – mit dem Ziel, antieuropäische Ressentiments zu schüren, das Vertrauen in demokratische Institutionen zu untergraben und die sicherheitspolitische Geschlossenheit der Nato zu schwächen. Die sowjetische Besatzung wurde vom Westen nie völkerrechtlich anerkannt. Nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit konnte Lettland seinen Staat rasch wiederaufbauen. Die Mitgliedschaft in der EU und der Nato ermöglichte einen historisch beispiellosen Aufstieg. Heute zählt Lettland nicht nur zu den stabilsten Demokratien Europas, sondern gilt in Bereichen wie Digitalisierung, Steuersystem, Gleichberechtigung, Wettbewerbsfähigkeit und erneuerbare Energien als Vorreiter. Die bewusste Umschreibung historischer Ereignisse hat mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine eine neue, gefährliche Dimension erreicht. Solidarität mit der Ukraine Die Sowjetunion existiert nicht mehr. Doch Präsident Wladimir Putin verfolgt offen das Ziel, Russland als Großmacht wiederherzustellen. Laut einer Umfrage des unabhängigen Lewada-Zentrums ist Josef Stalin heute die populärste historische Figur in der russischen Gesellschaft. Die Ukraine ist ein zentrales Element in Putins geopolitischem Plan. In den von Russland besetzten Gebieten sehen wir heute ein erschreckend ähnliches Muster wie einst im Baltikum. Genau deshalb stehen wir Letten in tiefer Solidarität an der Seite der Ukrainer. Quelle: Der Tagesspiegel, Artikel „Der Hitler-Stalin-Pakt wirkt bis heute nach: So will Russland die Geschichte umschreiben“, erschienen am 23. August 2025, online unter: https://www.tagesspiegel.de/internationales/der-hitler-stalin-pakt-wirkt-bis-heute-nach-so-will-russland-die-geschichte-umschreiben-14193560.html
- Call for Applications: Brand Ambassadors for the German-Baltic Future Foundation 2025
The Ambassador Program of the German-Baltic Future Foundation enters the second round! We are again looking for motivated individuals to act as advocates for our foundation and to cultivate our growing community. The German-Baltic Future Foundation is committed to a free, democratic Europe and, in particular, to the exchange and cooperation between Germany and the Baltic states. For this, we are seeking ambassadors to support our work and contribute in their respective fields through cool projects or simply by spreading the word! What is the ambassador program about? The ambassadorship runs for the duration of 1 year (September – September). Throughout this year, ambassadors will connect with each other and the foundation. They will work on projects and activities in their respective fields representing the German-Baltic Future Foundation. For a detailed program overview, visit the ambassador page . Who can apply? This program is for everyone who would like to contribute to a more united, democratic, peaceful Europe, regardless of age, gender, or origin. The only two prerequisites: You should resonate with the foundation and speak English (at least B2)! The following characteristics underline your qualification: Openness, empathy & respect: We stand for tolerance, empathy, and courage - working together, giving people a voice, and growing together. Ambassadors serve as role models for these values. We value interests and involvement in youth work, other networks, education, politics, journalism, and public relations, as well as fields like digitalisation, languages, art, history, or defense. Proactivity, communication skills & availability. Since we are the “German-Baltic Future Foundation” we appreciate according relation such as origin, spoken language, or a semester abroad, but it’s certainly not a must! Potential Tasks and Activities for Ambassadors: As ambassador you can pursue a wide range of projects and activities depending on your personal background, interests, and experiences. The overarching goal should always be to promote the foundation’s vision and missions for a more united Europe. but how you do it, is up to you – you can follow your own ideas and create your own journey! You are into photography? Fine – start a photo series sharing a cool story! You are in politics/ academia? Awesome - Write a paper on a European or even German-Baltic topic! You are in youth work? Great – Organize a cool event in your area! You can work on projects alone, as a team, or also with the foundation. Sometimes, the foundation will also ask you to contribute to their projects and events. For inspiration, some more potential activities are listed here Benefits for Ambassadors: Ambassadors are featured on the foundation’s website, gaining public recognition for their commitment. They enjoy exclusive access to the foundation’s network, connecting with international stakeholders from education, youth work, politics, government, the military, and business. Ambassadors can take part in continuing education programs, such as leadership or project management, and receive special privileges at foundation events. Their activities earn them points, which can be redeemed for merchandise. After completing the one-year program, they receive an official letter of recognition by the foundation. Interested in becoming a Brand Ambassador for the German-Baltic Future Foundation? Then fill out this Application Form By 07 September, and let us and let us know about what motivates you to become part of this program. When filling out the application form, we appreciate originality and creativity, so we encourage you to share your own ideas and experiences rather than relying on AI-generated responses. If you have any questions, contact Jost: j.wiethoelter.dbjw@deutsch-balten.de with friedly support by http://www.rausvonzuhaus.de/
- Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung zu Gast beim Estonia's Friends International Meeting 2025
Aus Anlass des Sängerfestes empfing Estland dieses Jahr erneut seine Freunde aus vier Kontinenten im Rahmen des 12ten Estonia's Friends International Meeting . Insgesamt rund 100 Teilnehmer aus Lettland, Finnland, Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Japan, den vereinigten Staaten, Kanada und weiteren Ländern fanden sich zusammen, um sich auszutauschen und insb. über das diesjährige Kernthema; Die Rolle von künstlicher Intelligenz im estnischen Bildungssystem sowie den Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft zu diskutieren. Die Zusammenkunft fand vom 03. - 05. Juli in Tallinn an drei inspirierenden Standorten statt: im Rosengarten des Schlosses Katharinenthal (estn. Kadriorg), Amtssitz des Staatspräsidenten, im Stenbock House, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, und im Freiheitsmuseum (estn. Vabamu). Kristen Michal, Ministerpräsident der Republik Estand (links) mit Thomas von Lüpke, Vorstand der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung (rechts) Dass unsere Zukunftsstiftung einen der beiden deutschen Teilnehmer stellen durfte, empfinden wir als große Ehre. Sowohl Präsident Alar Karis als auch Minister Präsident Kristen Michal sagten der Zukunftsstiftung in diesem Zuge Ihre Unterstützung zu. Erfreulich war auch das große Lob aus dem Team des Ministerpräsidenten für die neue deutsche Bundesregierung. In Ostmitteleuropa wird deutsche Sicherheitspolitik besonders aufmerksam verfolgt. Vom klaren Blick unserer baltischen Freunde können wir viel lernen! Alar Karis, Präsident der Republik Estland (links) im Gespräch mit Thomas von Lüpke, Vorstand der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung (rechts) Rede von Alar Karis, Präsident der Republik Estland
- Call for Applications: Young Journalists
#EuropeShallHearYou at the German-Baltic Conference in Riga, Latvia (October 16th - 19th, 2025) Are you an aspiring journalist looking to gain hands-on experience, explore a new city, and immerse yourself in a new network of like-minded young people from across Europe? Do you have a passion for youth representation, participation, and exchange? Are you interested in how security challenges are shaping today’s world? Then we invite you to apply to become one of four selected young journalists to report on dynamic discussions and collaborations between young people and youth organizations at our annual German-Baltic Conference (GBC) . This year, the conference will take place in Riga, Latvia, and will be covering the conference theme of ‘Rethinking Security Through Youth’ . Help us to make our motto, #EuropeShallHearYou, a reality by contributing your journalistic skills to this unique project. This will be the 7th year of our annual German-Baltic Conference , an event focusing on strengthening ties and fostering dialogue between young people and youth organizations from Europe, and in particular Germany and the Baltic States. Half of the participants of the conference are Youth Ambassadors (YAs) , who work in three thematic clusters to explore subtopics related to the conference theme of security. Each cluster develops a policy paper aimed at the European Parliament, addressing key issues and recommendations within their focus area. Following the conference, the YAs travel to Brussels to present their papers directly to Members of the European Parliament (MEPs) . The papers are also shared more broadly with government and civil society stakeholders at the local, national, and EU levels. The other half of the conference brings together representatives of various youth exchange organizations who are members of the German-Baltic Youth Exchange Network (GBYEN). The aim here is to strengthen cooperation between the members and develop their expertise, skills, and societal outreach in international youth work. This year, we are seeking young journalists to follow along with the work of the 3 clusters and the GBYEN network and report on their activities during the conference. We are looking for one journalist to shadow each of the 3 clusters , with the following subtopics: Cluster A – European Security and Defence Innovation Cluster B – European Security and International Cooperation Cluster C – European Security and Discourse In addition, we are looking for one journalist to follow the GBYEN working sessions, which will explore the vital role of civil society and youth engagement in building resilient societies, safeguarding European democratic values, and contributing to a more secure and united Europe Your Role: Shadow Your Cluster or GBYEN group: Engage with conference work sessions, workshops, and activities within your assigned cluster or GBYEN group. Participate in Other Conference Activities : Attend the other various activities in the program, including panel discussions and keynote speeches, cultural activities, and social events. Present Your Thoughts : On the final day of the conference, you will be asked to present a short overview of your impressions of the conference during the Final Results Presentation. Create Content: Following the conference, you are asked to develop a journalistic piece of your choice (video, article, podcast, etc.) highlighting your conference experience and insights on your cluster or group’s activities. This journalistic piece will be shared across the DBJW’s social media and other platforms to your credit. Network: Connect with conference participants and fellow young journalists. For taking part in the conference , a fee of participation of 50€ ( – if you are living in Estonia, Latvia, Lithuania, Poland, Czechia, Slovakia, Ukraine, Slovenia, Hungary, Croatia, Serbia, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, North Macedonia, Albania, Romania, Bulgaria, Moldova, Georgia, Armenia or Türkiye) or 100€ (– if you live in the rest of Europe) will be required. For the participation fee , you will receive the following: Travel Support: Up to 100 EUR (Baltic residents) and 200 EUR (rest of Europe) for travel expenses. Accommodation & Catering: Free lodging in double rooms and meals during the conference. Publication Opportunity: Showcase your work on our platforms and gain visibility. Networking : Access a network of over 80 participants involved in youth exchange and representation and the field of security Eligibility: Age: 16-30 years. Background: Early-career journalists or students or passionate individuals in journalism, communications, or other related fields Language: Proficiency in English is required as the conference is conducted in English Motivation: Demonstrated interest in journalism and the topics covered by the conference (Security; Youth Exchange, Representation, and Participation) Residence: You must reside in Europe Do you want to become a Young Journalist at the 2025 GBC? Then fill out the APPLICATION FORM by the 3rd of August 2025 , and let us know what motivates you to become part of this amazing experience. When filling out the application form, we appreciate originality and creativity , so we encourage you to share your own ideas and experiences rather than relying on AI-generated responses. If you have any questions, contact Alexandra : a.ehresmann.dbjw@deutsch-balten.de Share your ideas with us because
- Call for Applications: Youth Ambassadors
#EuropeShallHearYou at the German-Baltic Conference in Riga, Latvia (October 16th - 19th, 2025) Do you think politicians should listen to what you, as a young European, have to say? Are you interested in meeting other like-minded peers who are passionate about better representation of youth and their ideas? Do you have any creative thoughts on how security challenges facing Europe today can be addressed and overcome? Then apply now and join one of our three clusters to discuss these ideas as a Youth Ambassador at the German-Baltic Conference in Riga, Latvia, in October 2025 , within the conference theme of ‘Rethinking Security Through Youth’. Europe shall hear you and that is why we are primarily interested in your ideas and your creativity! This unique project aims to bring together about 21 young people from all over Europe t o explore the importance of security and the role of youth in addressing and responding to today’s security challenges . The Youth Ambassadors (YA) have the chance to work together within three respective clusters: Cluster A “European Security and Defence Innovations” : Nowadays, defence is one of the most rapidly changing industries. Considering the challenges that European countries are facing, it is crucial to reconsider how we can use innovation in the defence industry. However, do you think that technology and AI are the only innovations? Definitely not! Here, we are talking about everything from new facilities, equipment, and technologies to new approaches to conscription, youth involvement, etc. In this cluster, we will explore the wide-ranging landscape of defence innovation, cutting-edge technologies, how to attract young talent to Europe's defence tech sector, rethink military conscription in terms of technological and ethical advances, and develop proactive and collaborative European approaches to defence innovation. We'll focus on the urgent need for ethical frameworks and stronger public-private partnerships to ensure Europe does not only react to technological advancements but actively shape their development and integration for a more secure future. Cluster B “European Security and International Cooperation” : European security is a collective task that reaches far beyond the borders of the European Union. Security threats are interlinked and can abruptly manifest across the globe. International cooperation allows the EU to address issues outside of its direct geographical and political jurisdiction, while fostering mutually beneficial relationships with other states and organizations. Essentially, the EU relies on its allies for safety. However, recent geopolitical developments have cast doubt on whether the current structure of the EU’s security alliances remains the most effective or desirable. Is there a better way forward? In this cluster, we will critically analyse the EU’s strategic partnerships and their impact on European security. Concretely, we will discuss how the EU should collaborate with NATO, the United States or Ukraine to promote lasting peace and security across Europe. Cluster C “European Security and Discourse” : As we gather to discuss what can and should be done to protect democracy in Europe, it is of utmost importance to recognize that the words we use matter, for they, or rather the discourse surrounding such an urgent topic, shape the outcomes and measures ultimately taken. This means that it is key to examine what we are in fact talking about when we talk about security at the European level - what do we understand when we say "Europe", "democracy", "defence", "threat", and even "readiness"? Such terms have become buzzwords, but they have weight that must be acknowledged and taken seriously. Within this cluster, we will analyse documents and initiatives regarding security and the operating discourses on identity and governmental and civil responsibility standing behind them to understand what course of action our leaders are choosing to take and to make sure that the best interest of the people and of democracy are being prioritized. As a Youth Ambassador , you have the great learning opportunity to participate in one of the clusters where you will discuss challenges for your respective subtopic and draft a policy paper that outlines solutions. You may also ha ve the opportunity to present your policy paper alongside your cluster members at a hearing with Members of European Parliament (MEPs) in Brussels following the conference. The cluster work will take place in three stages. Stage one consists of weekly online meetings in September and October , to get introduced to the conference concept, meet your fellow YAs and Head of Cluster, get familiar with your cluster subtopic, and learn about writing policy papers . Stage two will be the in-person meetings at the German-Baltic Conference in Riga (16th - 19th of October, 2025), where you will discuss your subtopic in person and begin drafting your policy papers. Stage three takes place following the conference, where you will be expected to work with your cluster online to finalize your cluster paper and prepare for the parliamentary hearing . A select few of you will present your work to members of the European Parliament , having a very direct influence on European decision-making. These hearings are set to take place in November . Furthermore, these policy papers, with recommendations for our common future, will also be shared more widely with decision-makers on the local, national, and EU-level via email and other DBJW events. For taking part in the conference , a fee of participation of 50€ ( – if you are living in Estonia, Latvia, Lithuania, Poland, Czechia, Slovakia, Ukraine, Slovenia, Hungary, Croatia, Serbia, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, North Macedonia, Albania, Romania, Bulgaria, Moldova, Georgia, Armenia or Türkiye) or 100€ (– if you live in the rest of Europe) will be required. For the participation fee , you will receive compensation of up to 100€ (Baltic residents) or 200€ (rest of Europe) in travel expenses in addition to free lodging in double rooms and catering during the conference. (In case of financial difficulties, please contact us!) Youth Ambassadors need to be between 16 and 30 years old, have their current residency in Europe, and be fluent in English. Do you want to become a Youth Ambassador? Then fill out the APPLICATION FORM by the 3rd of A ugust 2025 , and let us know about what motivates you to become part of this amazing experience. When filling out the application form, we appreciate originality and creativity , so we encourage you to share your own ideas and experiences rather than relying on AI-generated responses . If you have any questions, contact Alexandra : a.ehresmann.dbjw@deutsch-balten.de Share your ideas with us because
- Auf den Spuren deutscher Geschichte in Westlitauen
Vom 30. Mai bis 1. Juni 2025 organisierte das litauische Landesbüro der Deutsch-Baltischen Zukunftsstiftung (DBJW) gemeinsam mit der Universität Vilnius (VU) und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) bereits zum zweiten Mal eine Studienreise nach Westlitauen. Junge Menschen begaben sich auf die Suche nach deutschen Spuren in der Region und lernten dabei auch die heutige Lebenswelt Westlitauens kennen. Im Hugo-Scheu-Museum Am ersten Tag führte die Reise in die Stadt Šilutė (dt. Heydekrug), wo im 19. und 20. Jahrhundert der deutsche Gutsbesitzer und Mäzen Hugo Scheu wirkte. Im nach ihm benannten Museum erhielten die Teilnehmenden spannende Einblicke in seine Biografie und die Kulturgeschichte der Region. Anschließend erkundeten sie deutsche Spuren in der Stadt – etwa die evangelisch-lutherische Kirche sowie das Projekt „Geheimnisse von Šilutė“. Letzteres bringt auf innovative Weise Stadtgeschichte näher: Unter Glas eingelassene Miniaturräume auf dem Gehweg zeigen Szenen aus dem städtischen Leben im 19. und frühen 20. Jahrhundert und machen Geschichte so spielerisch erlebbar. Am darauffolgenden Tag stand ein Besuch im Thomas-Mann-Museum in Nida auf dem Programm. Hier begann eine neu konzipierte Führung durch das Sommerhaus des weltberühmten Schriftstellers, in dem er mehrere Sommer verbracht hatte. Die Exkursionsteilnehmenden erfuhren mehr über das Leben und Werk Thomas Manns, genossen den „italienischen Blick“ vom Hügel auf das Kurische Haff und besuchten die ehemalige Künstlerkolonie. Diese war einst ein Zentrum der ostpreußischen Kunstszene und zog insbesondere Lehrer und Schüler der Kunstakademie Königsberg an – unterstützt vom Kunstmäzen Hermann Blode. Darüber hinaus besichtigten die Gäste den alten Friedhof von Nidden sowie den traditionellen Fischerhof und lernten die lokalen Bräuche und Lebensweisen kennen. Ein besonderer Höhepunkt war der Empfang durch den Bürgermeister der Stadt Neringa, Herrn Darius Jasaitis. In einem offenen und interessanten Gespräch berichtete er über die Geschichte der Stadt, aktuelle deutsch-litauische Beziehungen sowie die Herausforderungen und Chancen der Region. Anschließend erlebten die Teilnehmenden eine eindrucksvolle Schifffahrt auf dem Kurischen Haff, bei der sie die majestätischen Dünen bestaunten und mehr über die Fischerei und das Ökosystem der Region erfuhren. Im weiteren Verlauf des Programms organisierten die Studierenden Kennenlernspiele, stellten die evangelisch-lutherische Kirche von Nida vor, entwickelten interaktive Aufgaben füreinander, besuchten den von Deutschen erbauten Leuchtturm und ließen den Tag am Meeresstrand ausklingen. Am letzten Tag führte die Reise in den ehemaligen ostpreußischen Kurort Juodkrantė (dt. Schwarzort), wo die Teilnehmenden an einer Führung zu den „Geheimnissen luxuriöser Villen“ teilnahmen und mehr über die bewegte Geschichte dieser besonderen Ortschaft erfuhren. Das litauische DBJW-Landesbüro bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden sowie seinen Partnern – der Universität Vilnius und dem DAAD – für die gelungene Zusammenarbeit und freut sich auf zukünftige gemeinsame Projekte. Weitere Fotos:
- Demokratie Workshop: “Wenn Kunst Ideen trifft”
Von Anna Lauska Am 10. Juni fand der kreative Demokratie Workshop mit dem Titel "Wenn Kunst Ideen trifft" in Riga statt. Der Workshop wurde vom Landesbüro Lettland in Kooperation mit der lettischen Jugendorganisation "Klubs Māja" (Club "The House") und YATA Latvia – einer Jugendorganisation der Atlantic Treaty Association (ATA) in Lettland organisiert. Veranstaltungsort war das Haus der Europäischen Union. An dem Workshop nahmen 14 Jugendliche in der Altersgruppe von 15 bis 23 Jahren teil, und die Veranstaltung wurde in drei Teilen gegliedert. Zu Beginn fand die Preisverleihung für die Gewinner*innen des im März durchgeführten Essay-Wettbewerbs statt, wonach eine Runde von belebenden Kennenlernen-Spiele folgten. Danach - gemeinsam mit Marta Rībele - haben sich die Teilnehmer*innen intensiv mit den Grundprinzipien der Demokratie auseinandergesetzt und versucht, sie durch Gespräche und persönliche Erfahrungen zu verstehen. Dabei wurde auch darüber gesprochen, was Demokratie für jede und jeden von sie persönlich bedeutet. Im kreativen Teil des Workshops die Fantasie im freien Lauf gelassen – jede Jugendgruppe entwickelte ihre eigene Visualisierung der Demokratie , in der sie darstellte, wie sie Demokratie wahrnimmt. Dieser Teil wurde von Staņislavs Babins geleitet – einem erfahrenen Trainer in der non-formalen Bildung, der die Teilnehmenden dazu ermutigte, mit Farben, Formen und Ideen zu experimentieren. Dieser Workshop hatte ein ganz klar definiertes Ziel: ein klares Verständnis für die Grundprinzipien der oft ziemlich abstrakt scheinenden Demokratie in den jungen Menschen zu entwickeln, damit sie in der Lage sind, diese zu visualisieren, klar zu erfassen und künstlerisch darzustellen. Dieses Ziel wurde dank dem Engagement und dem Interesse der Teilnehmer erfolgreich erreicht. Das Ergebnis? – Vier bunte, symbolreiche, in einer vielseitigen und umfangreichen Gruppenarbeit kreierte Visualisierungen, die als digitalisiertes visuelles Material für zukünftige Konferenzen und Veranstaltungen, wie zum Beispiel für die große Deutsch-Baltische Konferenz in Riga im Oktober zu verwenden sind. Die von den Jugendlichen geschaffenen Kunstwerke spiegelten eindrucksvoll sowohl die Vielfalt der Gesellschaft als auch die Individualität der Teilnehmenden wider. Zugleich machten sie überzeugend deutlich, dass diese Unterschiede durch gemeinsame Grundprinzipien der Demokratie und der Menschenrechte verbunden sind. So wurde das Motto der Europäischen Union – „In Vielfalt geeint“ – durch den Workshop auch auf Mikroebene erlebbar. Die Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung bedankt sich bei Club "The House", YATA Latvia, Staņislavs Babins und Marta Rībele für ein erfolgreiches und bedeutsames Event und freut sich auf eine weitere Zusammenarbeit!
- Zusammenfassung der Umfrage „Deutschland in den Augen der Litauer“
Am 6. Juni 2025 wurden im Rahmen einer Pressekonferenz die Ergebnisse der Umfrage „Deutschland in den Augen der Litauer“ vorgestellt. Die Umfrage wurde im April 2025 von dem Meinungsforschungsinstitut „Baltijos tyrimai“ im Auftrag der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Vilnius durchgeführt. Befragt wurden über 1.070 Personen ab 15 Jahren aus Städten, Kleinstädten und ländlichen Regionen in ganz Litauen. Die statistische Fehlermarge beträgt bis zu 3 Prozent. Laut Rasa Ališauskienė, der Leiterin von „Baltijos tyrimai“, handelt es sich um die umfassendste Umfrage in Litauen über ein anderes Land. Die Ergebnisse seien erfreulich: Die Litauer interessieren sich stark für die Zusammenarbeit zwischen Litauen und Deutschland, viele verfügen über persönliche Kontakte, und es besteht ein ausgeprägter Wunsch, die bilateralen Beziehungen weiterzuentwickeln. In Litauen sind zahlreiche deutsche Organisationen und Unternehmen aktiv. Positives Deutschlandbild Insgesamt 79 Prozent der Befragten haben eine positive Meinung über Deutschland (22 Prozent sehr positiv, 57 Prozent eher positiv). Besonders positiv ist das Bild bei den jüngeren Befragten im Alter von 15 bis 28 Jahren. Zu den häufig genannten positiven Eigenschaften der Deutschen zählen: Ordnung, saubere Städte, Genauigkeit, Fleiß, Regelbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein sowie hochwertige Produkte. Negative Eigenschaften wurden nur von rund 8 Prozent der Befragten genannt. Dazu gehören: übermäßige Förmlichkeit, Verschlossenheit, Arroganz oder Gleichgültigkeit. Fast die Hälfte der Befragten sieht jedoch überhaupt keine negativen Eigenschaften bei den Deutschen. Wunsch nach stärkerer Zusammenarbeit 43 Prozent der Litauer wünschen sich eine intensivere Zusammenarbeit mit Deutschland, 41 Prozent halten das bestehende Niveau für ausreichend. Als wichtigste Kooperationsfelder wurden genannt: Wirtschaft und Handel, Sicherheit und Verteidigung, Außenpolitik, Bildung und Wissenschaft. Litauen kann seinerseits Deutschland etwas bieten – insbesondere in den Bereichen Handel, Tourismus, Russland-Expertise, Technologie und Innovation. Deutschlands Rolle in Europa Für 79 Prozent der Befragten ist die deutsche Wirtschaft für Litauen von großer Bedeutung. In Bezug auf die Rolle Deutschlands in der EU wird vor allem dessen wirtschaftliche Stärke hervorgehoben. Weitere zentrale Aspekte: Deutschland als verlässlicher Partner für kleinere Staaten in Sicherheitsfragen sowie als Vertreter einer werteorientierten Politik. Hohe Zustimmung zur deutschen Brigade in Litauen 77 Prozent der Befragten wissen von der Stationierung der deutschen Brigade in Litauen, und 72 Prozent sehen sie positiv – besonders junge und gebildete Menschen. Der Hauptgrund für diese Unterstützung ist die erhoffte Sicherheitsgarantie und Abschreckung gegenüber Russland. Persönliche Kontakte und Sprachbarrieren 41 Prozent der Befragten waren bereits in Deutschland – am häufigsten Personen zwischen 30 und 60 Jahren. 44 Prozent waren 2–5 Mal dort, 40 Prozent einmal, 6 Prozent reisen jährlich nach Deutschland. Die Deutschkenntnisse in Litauen sind jedoch nach wie vor gering. Nur 6 Prozent sprechen gut Deutsch, 70 Prozent sprechen die Sprache gar nicht. Immerhin 24 Prozent der Befragten – vor allem junge Menschen oder solche mit deutschen Kontakten – möchten Deutsch lernen. Hauptgründe: Arbeitsmöglichkeiten in Deutschland, deutsche Unternehmen in Litauen, Studienmöglichkeiten in Deutschland. Stimmen aus der Pressekonferenz Dr. Cornelius Zimmermann , Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Litauen, betonte, dass die Umfrage sehr aufschlussreich sei und die Arbeit der Botschaft künftig prägen werde. Deutschland werde in Litauen als stark, modern und verlässlich wahrgenommen – als ein Partner, dem man vertrauen kann. Die deutsche Sprache spiele eine zentrale Rolle; es sei wichtig, gemeinsam mit litauischen Partnern neue Impulse für das Deutschlernen zu setzen. Auch wolle man die litauische Seite aktiv in die Pflege der bilateralen Beziehungen einbinden – insbesondere durch die Förderung von Deutschlehrkräften und motivierten Schülern. Oberstleutnant Andre Hastenrath , stellvertretender Kommandeur der deutschen Brigade, zeigte sich erfreut über das positive Bild der Deutschen und sah darin viele seiner eigenen Werte wie Ordnung und Disziplin widergespiegelt. Er lobte die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Litauen. Audronė Gurinskienė , Leiterin des litauischen Büros der AHK, verwies darauf, dass in Litauen rund 1.000 deutsche Unternehmen aktiv seien, die über 25.000 Arbeitsplätze geschaffen hätten. Die Direktinvestitionen aus Deutschland belaufen sich auf rund sechs Milliarden Euro. Deutsche Sprachkenntnisse seien in der litauischen Wirtschaft sehr gefragt, allerdings herrsche hier ein großer Mangel. Deshalb müsse das Deutschlernen intensiv gefördert werden. Nijolia Buinovskaja , stellvertretende Leiterin des Goethe-Instituts in Vilnius, dankte für die Umfrage und verwies auf eine positive Entwicklung: In diesem Jahr haben sich 34 Prozent der litauischen Sechstklässler für Deutsch als zweite Fremdsprache entschieden (im Vorjahr: 16 Prozent). Dennoch bleibe die Unterrichtsintensität zu gering, sodass viele Schüler keine ausreichenden Sprachkenntnisse erwerben. Die litauische Bildungspolitik stehe hier vor Reformbedarf. Fazit: Die Umfrage „Deutschland mit den Augen der Litauer“ zeigt: Das Bild Deutschlands in Litauen ist außerordentlich positiv. Die Menschen wünschen sich eine noch engere Zusammenarbeit, besonders in sicherheits-, wirtschafts- und bildungspolitischen Bereichen. Die Deutschkenntnisse bleiben ein Schwachpunkt, bieten aber gleichzeitig enormes Potenzial – sowohl für die Gesellschaft als auch für die bilateralen Beziehungen.
- Spiegel im Spiegel. Estnische und deutsche Kunst in Dresden und Tallinn
By Gleb Konkin-von Serebrowski Am 7. Mai wurde die Ausstellung „Spiegel im Spiegel“ feierlich eröffnet – ein bedeutendes Ereignis für Dresden und Tallinn gleichermaßen. Es handelt sich nicht nur um das erste Kooperationsprojekt der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und des Estnischen Kunstmuseums in Tallinn (KUMU), sondern auch, wie Generaldirektor der SKD Bernd Ebert betonte, um die größte Ausstellung deutscher Kunst in Estland – sowie die umfangreichste Präsentation estnischer Kunst in Deutschland. Die Anreise des estnischen Staatspräsidenten Alar Karis in Begleitung einer großen Delegation unterstrich die herausragende Bedeutung dieser kulturellen Zusammenarbeit. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer war anwesend - ein starkes Zeichen für die guten und freundschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern und die Wichtigkeit gemeinsamer Kulturprojekte. Marion Ackermann, Generaldirektorin der SKD, engagiert sich seit Jahren intensiv für die Regionen Ost- und Mitteleuropa. Merit Kopli, Kulturattachée Estlands und stellvertretende Vorsitzende des Deutsch-Baltischen Kulturwerks, und Dr. Kadi Polli, Kuratorin der Ausstellung und Leiterin des KUMU, verfolgen das gemeinsame Ziel, Vertrauen zu schaffen und Partnerschaften durch Kunst zu stärken. Die Ausstellung „Spiegel im Spiegel“ bietet in diesem Kontext ein eindrucksvolles Bildungsangebot: Sie ermöglicht eine vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte Estlands, den Auswirkungen kolonialer Machtstrukturen, sowie mit Thematiken wie gemeinsame Vergangenheit, Expressionismus, „Dekadenz“ und Fin de Siècle, Nachkriegsgesellschaft und Neue Sachlichkeit sowie kulturelle Identität, in Begleitung moderner und zeitgenössischer Kunstpositionen. Über nahezu 700 Jahre erstrecken sich die kulturellen Verflechtungen zwischen Estland und dem deutschen Raum – von der Hansezeit über die deutsch-baltische Adelsgesellschaft bis hin zur sowjetischen Kulturpolitik und Überwachung. Dies betrifft unter anderem auch unterschwellige Kommunikationsformen – das „versteckte Sprechen“ durch Symbole, wie es auch in der Deutschen Demokratischen Republik bekannt war. Auch historische, klischeehafte Bildmotive, wie „drei baltische Schwestern” unter Aufsicht des deutschen Gutsherrn, werden kritisch hinterfragt. Diese historischen Dimensionen greift die Ausstellung auf und schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Werke zeigen wechselseitige künstlerische Einflüsse und spiegeln die komplexe Beziehung beider Länder wider. Zentraler Bestandteil der Ausstellung ist die Gegenüberstellung von originalen Notenblättern von Arvo Pärt – ein Werk dessen verleiht der Ausstellung ihren Titel – mit den Bildwelten von Gerhard Richter ; Der "Birkenau-Zyklus" Richters ist Pärt gewidmet. Anwesend bei der Eröffnung war auch Pärts Sohn, dessen Vater dieses Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Marion Ackermann betonte, dass sie bei einem Besuch in Estland vor einigen Jahren erkannte, dass das Projekt deutlich größer werden würde, als ursprünglich geplant. Erwähnt wurde auch der historische Kontext Livlands – das Gebiet des heutigen Estlands und Lettlands – und die große Bedeutung dessen für die Kultur der Deutsch-Balten. Unter dem Motto Ackermanns „Alle Macht der Imagination“ zählt auch Spiegel im Spiegel nun zu einem Leuchtturmprojekt europäischer Kulturkooperation. Im Herbst dieses Jahres wird die zweite Version der Ausstellung in Tallinn eröffnet. Während in Dresden der Fokus stärker auf estnischer Kunst liegt, wird in Estland der Blick vermehrt auf deutsche Kunst gerichtet sein – ein künstlerischer Dialog auf Augenhöhe. Zur Ausstellung: https://lipsiusbau.skd.museum/ausstellungen/spiegel-im-spiegel-estnische-und-deutsche-kunst-von-lucas-cranach-bis-arvo-paert/
- The DBJW at the CBSS Youth Ministerial in Tallinn
By Tom Teske On the occasion of its annual youth conference “Youth Ministerial”, the Council of the Baltic Sea States (CBSS) brought together more than 20 youth representatives from the Baltic Sea region through its youth organization “Baltic Sea Youth” in Tallinn from May 4th May 7th. This year, the “Youth Ministerial” took place in Tallinn, as Estonia holds the chairmanship of the Council of the Baltic Sea States in 2025, and I, Tom Teske, was able to take part in this exciting event as a representative of the DBJW. The CBSS is an intergovernmental forum for political cooperation in the Baltic Sea Region (BSR), to which eleven littoral states and the EU belong. It promotes stability, sustainable development, security and civil society dialog, particularly in the areas of environment, youth, democracy and crisis prevention. The CBSS primarily serves as a platform for coordinating regional initiatives and strengthening cohesion between the Nordic and Baltic states and the EU. The most important forum of the CBSS is the annual meeting of the foreign ministers of the member states in the country holding the chairmanship of the CBSS. The most important priorities for regional cooperation are discussed there and formulated in a declaration. This year's declaration is entitled the “Vihula Declaration”, named after the estate in Lahemaa National Park where the ministers met from May 15th to May 16th , and this year has a strong focus on security policy. In the “Vihula Declaration”, the member states of the Council of the Baltic Sea States emphasize the growing importance of the Baltic Sea in terms of security policy, call for increased protection of maritime and critical underwater infrastructure in the face of hybrid threats such as sabotage and the Russian shadow fleet and at the same time emphasize the central role of youth as active shapers of a secure, democratic and resilient Europe. In preparation for the meeting of foreign ministers and in order to bring the perspectives and interests of young people in the Baltic Sea region into the dialog, we, as youth representatives at the “Youth Ministerial” in Tallinn, developed a position paper in panel discussions, workshops and discussion rounds, including with members of the Estonian Parliament, Estonian Minister of Education Kristina Kallas and other relevant stakeholders. Our final position paper contains an integrated concept for more digital participation and democratic resilience in the Baltic Sea region. A core idea is the introduction of a transparent, mobile feedback portal through which young people can submit policy proposals and have their processing steps directly tracked by decision-makers, flanked by Youth Advisory Councils in ministries, municipalities and EU institutions in order to systematically involve youth representatives in every step of the legislative process and thus anchor participatory structures. In addition, we are planning to set up a best-practice exchange network with Erasmus+, the European Solidarity Corps and national youth agencies so that successful digital participation tools can be adapted and further developed across countries in the Baltic Sea region. At the same time, we propose establishing mandatory monthly civic education programs in schools and youth facilities. In partnership with experienced youth associations and NGOs, such as the Scouts for survival skills or the IMCC for first aid, these should teach key democratic and crisis skills, supported by a regional archive of informal learning initiatives for the continuous exchange of experiences. To counter online radicalization, we envisage mandatory workshops for parents and guardians, regular training for teachers on social media and psychological drivers of extremism, and specialized courses for digital literacy experts. In the area of education and technology, we recommend a regional AI module that respects linguistic diversity and promotes critical thinking in line with Estonia's “AI Leap 2025”. In the event of a crisis, a Baltic Crisis Communication App with an AI chatbot should provide real-time information and correction of false reports, supplemented by standardized push alerts on all smartphones of the coastal states as well as large-scale crisis simulations with CBSS units and civil society partners. Finally, we want to firmly integrate the Baltic Sea Region Youth Forum into all CBSS bodies and projects such as Secure Kids, PEX-BSR and BSR Cultural Pearls in order to anchor youth as an equal partner at all political levels. We were also able to benefit from the work of the Youth Ambassadors in the various clusters of the DBJW Baltic-German Conference in Vilnius in fall 2024 in the development of our position paper. In particular, the policy paper of Cluster C on “AI and Disinformation” provided a lot of valuable food for thought for our work on the position paper of the “Youth Ministerial”. Between the sessions, I specifically sought contact with the representatives from the Baltic states and Germany and informed them about the great opportunities and events that we as DBJW offer for young people in the region. I encountered a lot of openness and interest in the work of the DBJW. I am confident that some of the participants will find their own way to the DBJW in the future as a result of this event. In addition to the intensive content-related work, we also had time to experience the city of Tallinn and its history together, thanks to the excellent and well-balanced event organization by the Estonian National Youth Council. During a guided tour of the “Kiek in de Kök” museum, we were able to explore the historic city walls and learned, among other things, that according to an Estonian legend, the Danish flag originally fell from the sky in Tallinn. Particularly impressive was the walk through the extensive tunnel system under the slope at Freedom Square, which in recent history served as a refuge for people seeking protection as well as rare spider species. Finally, in the Fotografiska Tallinn photo museum, we gained impressive insights into the Estonian sporting world during the Soviet occupation - documented through the lens of the renowned Estonian photographer and journalist Lembit Peegel. I look back on the “Youth Ministerial” with great gratitude: for all the new knowledge about youth participation and democracy promotion in the Baltic Sea region, for the committed and inspiring participants and for the many ideas, perspectives and contacts that I was able to take away from Tallinn. This experience has strengthened my desire to continue my active involvement in international youth structures, especially where young voices can be directly involved in political processes.
- Die Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung beim Fest der deutschen Sprache in Kelmė
Am 16. Mai 2025 wurde in Kelmė zum 22. Mal das Fest der deutschen Sprache gefeiert – eine traditionsreiche und zugleich zukunftsgerichtete Veranstaltung, die einmal mehr zeigte, wie lebendig das Interesse an der deutschen Sprache in Litauen ist. Unter den Ehrengästen waren Vertreterinnen und Vertreter aus Bildung, Politik und Kultur: Anna Maria Strauß, die Leiterin des Goethe-Instituts Vilnius, Wolfgang Gährte, Leiter der Stiftung „Zukunft – für die Jugend“, Vertreter*innen des Lehrstuhls für Germanistik an der Universität Vilnius, Mitglieder der Stadtverwaltung und des Gemeinderats von Kelmė sowie die Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung (DBJW), die durch das litauische Büro und ihren Leiter Daumantas Katinas repräsentiert wurde. In seinem Grußwort hob Daumantas Katinas die Bedeutung der deutschen Sprache als Brücke zwischen Kulturen hervor und würdigte die zahlreichen Partnerschaften und Projekte, die das DBJW gemeinsam mit Schulen und Jugendlichen in Litauen initiiert und unterstützt hat. Das Fest bot ein vielfältiges Programm: Schülerinnen und Schüler aus dem Bezirk Kelmė präsentierten auf Deutsch ihre Erlebnisse und Interessen – von Umweltengagement über Freiwilligenarbeit bis hin zu Reiseberichten über Deutschland. Musikalische Darbietungen verliehen der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Ein besonderer Moment war die Auszeichnung der erfolgreichsten Schulen und Deutschlernenden der Region. Mit dem renommierten Antanas-Račas-Preis, einer Reise nach Deutschland, wurden die engagiertesten Achtklässler belohnt. Auch die positiven Ergebnisse internationaler Sprachprüfungen fanden verdiente Anerkennung. Die Deutsch-Baltische Zukunftsstiftung bedankt sich herzlich für die Einladung zu diesem inspirierenden Fest und würdigt das außergewöhnliche Engagement aller Beteiligten – besonders der Jugendlichen, Lehrkräfte und Organisator*innen. Das DBJW sieht in solchen Veranstaltungen nicht nur eine Feier der Sprache, sondern auch eine Investition in gemeinsame europäische Zukunftsperspektiven. Fotos der Stadtverwaltung und des Gemeinderats von Kelmė:












